Pascal Mennen: Rede zu KI an Schulen und Studienseminaren

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TOP 30 Klare Regeln für KI an Schulen und Studienseminaren - Rechtssicherheit schaffen und Kompetenzen nutzen (Antrag CDU)

- Es gilt das gesprochene Wort - 

„Der Antrag der CDU Niedersachsen fordert klarere rechtliche Rahmenbedingungen und eine systematische Integration von KI‑Kompetenzen in Schulen und Studienseminaren. Die verfügbaren Quellen zeigen, dass die CDU bereits ähnliche Initiativen im Hochschulbereich verfolgt, jedoch liegt zum spezifischen Antrag „Klare Regeln für KI an Schulen und Studienseminaren“ kein vollständiger Text öffentlich vor. Die Bewertung kann sich daher nur auf inhaltlich verwandte CDU‑Positionen stützen....“ Hier endet das Zitat des KI Co-Pilot und es wäre ein Blindflug, wenn das die Grundlage meiner Rede wäre.

Und diese Probleme ergeben sich zunehmend auch an Schulen. Schüler*innen erstellen Präsentationen und Referate zu Büchern, die sie nie gelesen haben und zwar in ca. 15 Minuten so gut, dass im Rahmen eines normalen Referats nichts bemerkt wird. Facharbeiten werden kaum überprüfbar und klug gemacht von Schüler*innen im Prinzip gefälscht und während des Unterrichts wählen sich Schüler*innen kurz über den eigenen Hotspot ein, um beim Schummeln mit der KI dem digitalen Blick der Lehrkraft zu entgehen. Dass all das Veränderungen nach sich ziehen muss ist offensichtlich.

Sie, liebe Kolleg*innen der CDU, waren schlau. Sie haben für Ihren Antrag nicht die Künstliche Intelligenz befragt, sondern haben sich der Natürlichen Intelligenz des Kultusministeriums bedient. Sie haben sich in einer Unterrichtung im Kultusausschuss umfassend sagen lassen, was im Kultusministerium getan und geplant wird, welche Notwendigkeiten erkannt wurden und haben daraus einen Antrag gebastelt. Böse gesagt verkaufen Sie die Ideen des Kultusministeriums als Ihre eigenen.

Verboten ist das nicht. Und es gilt der alte Satz: Besser gut "ausgeliehen" als schlecht selbst gemacht. KI sucht sich ja auch, was sie so findet.

KI allein darf es nie sein, aber sie kann umfängliche Vergleiche vorentlasten. Ich habe darum die Ausführungen des Ministeriums aus dem Protokoll des Kultusausschusses und Ihren Antrag nebeneinandergelegt, von der KI vergleichen lassen und dann Punkt für Punkt selbst abgeglichen:

Resultat: etwa 90 Prozent Übereinstimmung. Deshalb an dieser Stelle ein großes Lob für die weitsichtigen und weitreichenden Initiativen des Ministeriums im Bereich KI, vieles, das hier im CDU-Antrag steht, ist bereits auf dem Weg oder wird von den Mitarbeitenden erarbeitet.

Noch ein Gedanke: Bei der ganzen Auseinandersetzung darf uns eines nicht passieren, wir dürfen die Kolleg*innen in den Schulen und Studienseminaren nicht unterschätzen. Ich bin fest überzeugt: Die überwältigende Mehrheit weiß um die Möglichkeiten und die Gefahren der KI. Sie weiß über die Bedeutung der KI, über einen behutsamen, aber mutigen Umgang mit diesem Werkzeug.

KI ist ein Werkzeug.

So schlicht das klingt, so richtig ist es auch. Darum muss und wird ein wesentlicher Schwerpunkt bei diesem Thema immer in der Aus- und Fortbildung liegen. Gerade weil sich KI so enorm schnell entwickelt und verändert.

Und am Ende - das ist meine persönliche Auffassung - sollte jede KI-generierte Information, jedes Ergebnis hinterfragt und überprüft werden. Denn, um zum Anfang zurückzukehren, natürlich steht der komplette Antragstext in der öffentlichen Tagesordnung.

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