„Große Umbrüche und Krisen im Leben haben mich stärker gemacht, das können wir auch auf die Gesellschaft übertragen.“

Kurzvita

Seit 2020: Kultusreferent in der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

2011-2020: Lehrer in Lüneburg und Hamburg, an einer Gesamtschule und zwei Gymnasien. In dieser Zeit Gründung von und Mitarbeit in verschiedenen sozialen Initiativen, wie SCHLAU Lüneburg e.V., Demokratie leben! oder Schule der Viefalt* Niedersachsen

2008-2011: Studium der Ethik und Philosophie in Marburg sowie Lehre und wissenschaftliche Arbeit am Institut für Schulpädagogik in Marburg (Erweiterungsfach 1. Staatsexamen)

2003-2008: Studium Germanistik und Geographie auf Lehramt (Abschluss: Erstes Staatsexamen)

2003: Abitur an der Europaschule Gymnasium Antonianum Vechta

1983: Geburt in Vechta

So lebe ich (in) Niedersachsen.

Ich bin Niedersachse. Und mein Leben ist ein bisschen wie Niedersachsen. Von allem etwas dabei: nie langweilig, oft aufregend, geerdet, mal rau, mal herzallerliebst.

Aufgewachsen in Vechta, inmitten einer industrialisierten Massentierhaltung, einem konservativen gesellschaftlichen Umfeld, habe ich Niedersachsen auf die etwas härtere Art erlebt. Schweigend. Nirgendwo besser hätte ich also lernen können, wie wichtig es ist, Probleme klar anzusprechen, offen zu diskutieren und nichts zu tabuisieren.

Der erste große Umbruch in meinem Leben war der Wegzug zum Studium nach Marburg, wo ich erstmals offen als schwuler Mann lebte. Germanistik, Geographie und Philosophie – das waren die Bereiche in denen ich meine intellektuelle Heimat fand. Und hier war es auch, wo ich 2008 den Weg zu den Grünen fand.

2011 bin ich für das Referendariat wieder zurück nach Niedersachsen, nach Hause, ins gewünschte Lüneburg. Unsere schöne Stadt hat es mir wirklich angetan. Die Nähe zur Heide, zur Elbe und nach Hamburg, aber vor allem die Schönheit der Hansestadt. Die umliegenden Orte erkunde ich gern auf Fahrradtouren und kann sagen, dass ich hier bei uns in der Region mein Zuhause gefunden habe.

Ich habe immer mit jungen Menschen gearbeitet, zum Beispiel während des Studiums in einer Jugendherberge. Voller Motivation kam ich nach Lüneburg ins Referendariat, doch es folgte auch große Ernüchterung und damit ein zweiter Umbruch in meinem Leben. Schnell stellte ich fest: Immer noch werden Kinder aussortiert, ihre Probleme ignoriert und das gesamte unterfinanzierte Bildungssystem lediglich hier und da repariert, statt wirkliche, spürbare und nachhaltige Verbesserungen herbeizuführen. Mich hat dieser Zustand aber auch motiviert, dazu beizutragen im Rahmen meiner Möglichkeiten Veränderungen zu bewirken. In Lüneburg habe ich deshalb das Antidiskriminierungsprogramm SCHLAU gegründet, das in und gemeinsam mit Schulklassen arbeitet. Auch in meiner Arbeit als Lehrer an einer Hamburger Gesamtschule und später am Gymnasium Johanneum habe ich mich immer für die Belange der Schüler*innen stark gemacht und das, was ich dort gelernt habe mit in mein politisches Engagement getragen. Heute bin ich deshalb Sprecher für Schule und Jugend im Stadtrat von Lüneburg und seit zweieinhalb Jahren Kultusreferent in der Grünen Landtagsfraktion in Hannover. Ich möchte unser Bildungssystem verändern, gerade auch, weil in den Kindern und Jugendlichen, die wir dort ausbilden, unser aller Zukunft liegt.

Ich stelle mich am 9. Oktober zur Wahl, weil ich bereit für den nächsten Umbruch in meinem Leben bin und weiter mit vollem Einsatz für gute Bildung für Alle streiten will. Die etwa 800.000 Schüler*innen in Niedersachsen, die mehr als 60.000 Lehrkräfte und die vielen Familien, die das System heute erleben und tragen, haben ein Recht auf Veränderung. Das ist eines meiner großen Herzensthemen.

Meine 93 Jahre alte Oma Erna sagt mir immer: „Mein Junge, mach immer einen Schritt nach dem anderen.“

Ich bin bereit für den nächsten Schritt und bitte euch und bitte Sie um Unterstützung in Form Ihrer beiden Stimmen bei der anstehenden Landtagswahl, herzlichen Dank!

10 Dinge über mich

Glück spüre ich… bei einem Spaziergang im Wald, einem schönen Abend mit Freunden oder wenn ich in meiner Hängematte liege und Musik höre.

Beim Tatort… bin ich voll in den Figuren und quasi nicht mehr ansprechbar.

Kochen kann… ich ganz gut und tue es gern. Vor allem selbstgemachte Pasta mit eigenen Balkon-Kräutern in der Sauce. Reis dagegen gelingt mir leider nur sehr selten.

Ganz schlecht bin ich… im Tapezieren und Nähen, wobei ich eigentlich gerne handwerklich arbeite.

Fast unschlagbar bin ich… darin, Dinge zu organisieren und Ideen mit anderen gemeinsam umzusetzen.

Hannover ist…tatsächlich schöner als man denkt, ich mag besonders die Nordstadt, in der vielfältiges Zusammenleben super funktioniert.

Weinen muss ich… häufig, wenn ich mich in Figuren aus Büchern, Serien oder Filmen hineinversetzt habe und diese etwas Schönes oder Trauriges erleben.

Meine Oma… Erna ist Kanadierin, 93 Jahre alt und extrem cool. Oma Hedwig hat allein fünf Kinder großgezogen und ist auch schon 90. Beide hatten krasse Höhen und Tiefen und ich darf unglaublich viel von ihnen lernen.

Mein Handy-Akku… muss seit Beginn des Wahlkampfs mindestens einmal pro Tag zwischengeladen werden.

Kaputtlachen…, das habe ich im wahrsten Sinne tatsächlich mal gemacht: So viel gelacht, dass das Zwerchfell überreizt war und ich in Ohnmacht gefallen bin. Nicht lustig.


Zusammen sind wir stärker!

Werde jetzt Teil unserer Kampagne und engagiere dich mit
uns für ein grüneres und gerechteres Niedersachsen!